Wirkung
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• hemmt reversibel Na[high]+[/high]-K[high]+[/high]-2Cl[high]–[/high]-Cotransportsystem in der aszendierenden Henle-Schleife
• interstitielle Hypertonizität↓
• Potentialdifferenz zw. Lumen & Interstitium nimmt ab
• Mg[high]2+[/high] & Ca[high]2+[/high] bleiben im Lumen und werden vermehrt ausgeschieden
[b]osmotische Diurese[/b]
hemmt reversibel Na[high]+[/high]-K[high]+[/high]-2Cl[high]–[/high]-Cotransportsystem in der Macula densa
• [b]tubuloglomeruläres Feedback ist aufgehoben[/b]
• ACHTUNG: Aufgrund höherer Na[high]+[/high]-Konzentrationen in Macula densa wäre zu erwarten, dass GFR↓, dies ist bei Schleifendiuretika aber nicht der Fall. „Physiologische Bremse“ gegen Volumenverluste ist aufgehoben!
Prostaglandine PGE2 & PGI2↑ bewirken:
• renale Vasodilatation (v.a. Vas efferens)
[b]GFR↑[/b][/list]
Freisetzung von NO:
• venöse Vasodilatation
[b]Preload↓[/b] [ul][li] Diurese
[li]Preload Senkung
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Besonderheiten
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• Sehr starke Akutwirkung.
• Kann bis zu 20-25% des Glomerulusfiltrats zur Ausscheidung bringen (35-45L/24h).
• postdiuretische Na[high]+[/high]-Retention
• Die Wirksamkeit ist [b]auch bei schlechter Nierenfunktion sehr stark[/b] und eignet sich insbesondere zur raschen Resorption von lebensbedrohlichen Ödemen (z.B. Gehirn- oder Lungenödeme). [ul][li] Aufgrund höherer Na+-Konzentrationen in Macula densa wäre zu erwarten, dass GFR↓, dies ist bei Schleifendiuretika aber nicht der Fall. „Physiologische Bremse“ gegen Volumenverluste ist aufgehoben!
[li]Die Wirksamkeit ist auch bei schlechter Nierenfunktion sehr stark und eignet sich insbesondere zur raschen Resorption von lebensbedrohlichen Ödemen (z.B. Gehirn- oder Lungenödemen).
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Pharmakodynamik
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[list][*]Sulfonylharnstoffderivat[/list] [ul][li] Reversible Hemmung der Na+-K+-2Cl–-Cotransporter in der aszendierenden Henle-Schleife → erhöhte Na+, K+, Cl- Konzentration im Lumen → Rückresorption von Wasser reduziert.
[li]Mg2+ & Ca2+ verbleiben im Lumen und werden vermehrt ausgeschieden osmotische Diurese
[li]Stimuliert Prostaglandinproduktion → Vasodilatation → venöses Pooling
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Bild_struktur
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Torasemid.pngTorasemid.png >
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Layout
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oldnew
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Bioverfugbarkeit
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80-90%
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Ppb
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99%
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Verteilungsvolume
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0.2L/kg
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Hwz
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3-4h
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Aktivemetaboliten
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ja
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Metabolicroute
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hepatisch
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Eliminationroute
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renal
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Absorptionsummary
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k.A.
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Distributionsummary
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k.A.
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Metabolismsummary
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k.A.
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Eliminationsummary
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k.A.
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Wichtigseltennw
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verminderte Glukosetoleranz (Insulinsekretion beeinträchtigt bei einige Patientin, Mechanismus unerklärt)
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Handelsnamen
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Torem®, Toramid®, Torasemid®Torem®® |
Indikation(en)
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• leichte – mässige Hypertonie
• Ödeme (aufgrund Herzinsuffizienz oder nephrotischem Syndrom)
• Aszites
• akute & chronische Herzinsuffizienz
• Lungenödem
• Hypercalcämie
• forcierte Diurese (z.B. bei Vergiftungen)
• Hirnödem (alternativ zu Mannit) [ul][li] akute Herzinsuffizienz
[li]Ödeme inkl. Lungenödem, Hirnödem, Aszites
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Kontraindikation
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• Nierenversagen mit Anurie
• schwere Leberinsuffizienz, hepatisches Koma & Präkoma
• Hypotonie, Hypovolämie
• Hyponatriämie, Hypokaliämie
• erhebliche Miktionsstörungen
• seltene hereditäre Galaktoseintoleranz
• Glukose-Galaktose-Malabsorptiion
• NSAIDs (Wirkungsverlust)
• Schwangerschaft & Stillzeit [ul][li] Anurie
[li] Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypovolämie
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Nebenwirkungen
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• Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypocalcämie, Hypomagnesiämie
• metabolische Alkalose
• Hypovolämie mit Eindickung des Blutes (Thrombosegefahr)
• Hyperglykämie
• Hyperurikämie
• ototoxische Störung
• sekundärer Hyperaldosteronismus[ul][li] Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypocalcämie, Hypomagnesiämie
[li] Hyperglykämie
[li] Hyperurikämie
[li] Hypotonie
[li]ototoxische Störung (wegen Veränderungen der Zusammensetzung der K+-reiche Endolymph)
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Gegengift
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Vergiftungssymptome
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Vorkommen des Giftstoffes
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Therapie der Vergiftung
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